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Bielle

Die Bielle-Destillerie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts im Herzen der kleinen Karibikinsel Marie-Galante, auf einem 110 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Plateau: ein kleines Juwel, das bis heute die Wiege des Agricole-Rums ist, der nach uralten Methoden hergestellt wird. Ein schönes Beispiel für eine unvergessene Tradition, die noch immer ein zentraler Bestandteil des Lebens der Menschen ist. Dies zeigt sich in den häufigen Begegnungen entlang der unbefestigten Straßen der Gegend: Bauern auf ihren charakteristischen Ochsenkarren, die liebevolle Namen tragen. Dieselbe Liebe zur Natur fließt in den feinen Rum ein, der aus reinem Rohrzucker hergestellt wird, der streng von Hand geschnitten und mit Ochsen über die Insel transportiert wird. Das reiche Erbe, das sich über die Jahrhunderte entwickelt hat, hatte einen turbulenten Ursprung in einer historischen Zeit – dem Ende des 19. Jahrhunderts –, die für die vielen kleinen Zuckerproduzenten dramatisch war. Aus ihrer eigenen Asche erwuchs diesen Handwerkern die große Weitsicht, ihre Arbeit, die durch die harte Konkurrenz der großen, zentralisierten Betriebe in Bedrängnis geraten war, in einem anderen, hochspezialisierten Bereich wiederzubeleben: der Rumherstellung. Noch heute kann man im Museum der Brennerei die alten Maschinen besichtigen, beispielsweise eine restaurierte Sucrotte. Die Brennblase ist antik und eine dreikolonnenige Savalle-Brennblase, während die Fässer für die Reifung ehemalige Bourbon-, Cognac-, Sauternes- und Bordeauxfässer sind. Eine Besonderheit von Bielle ist die Tradition, die Felder nach der Zuckerrohrernte nicht abzubrennen: Durch den Verzicht auf diese weit verbreitete Praxis, die eigentlich der Abwehr von Schlangen und Unkraut dient, nimmt der Rum keine Brandnoten an. Die Brennerei wird für ihre traditionellen Herstellungsverfahren geschätzt, die sogar einen historischen Alkoholgehalt von 59 % ermöglichen – weit über dem gesetzlich zulässigen Grenzwert von 57 %. Ein weiteres wichtiges Zeichen für die hohe Wertschätzung der Arbeit von Bielle kommt aus Italien selbst, vom Brennmeister Capovilla. Für die Herstellung seines berühmten Rums pflegt Capovilla eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die von der Rohstoffernte bis zur Abfüllung reicht. Das kleine Unternehmen Bielle hat weltweit und über die Jahrhunderte hinweg eine große Bedeutung und ist ein wahrer, seltener Schatz vergangener Zeiten.

Die Bielle-Destillerie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts im Herzen der kleinen Karibikinsel Marie-Galante, auf einem 110 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Plateau: ein kleines Juwel, das bis heute die Wiege des Agricole-Rums ist, der nach uralten Methoden hergestellt wird. Ein schönes Beispiel für eine unvergessene Tradition, die noch immer ein zentraler Bestandteil des Lebens der Menschen ist. Dies zeigt sich in den häufigen Begegnungen entlang der unbefestigten Straßen der Gegend: Bauern auf ihren charakteristischen Ochsenkarren, die liebevolle Namen tragen. Dieselbe Liebe zur Natur fließt in den feinen Rum ein, der aus reinem Rohrzucker hergestellt wird, der streng von Hand geschnitten und mit Ochsen über die Insel transportiert wird. Das reiche Erbe, das sich über die Jahrhunderte entwickelt hat, hatte einen turbulenten Ursprung in einer historischen Zeit – dem Ende des 19. Jahrhunderts –, die für die vielen kleinen Zuckerproduzenten dramatisch war. Aus ihrer eigenen Asche erwuchs diesen Handwerkern die große Weitsicht, ihre Arbeit, die durch die harte Konkurrenz der großen, zentralisierten Betriebe in Bedrängnis geraten war, in einem anderen, hochspezialisierten Bereich wiederzubeleben: der Rumherstellung. Noch heute kann man im Museum der Brennerei die alten Maschinen besichtigen, beispielsweise eine restaurierte Sucrotte. Die Brennblase ist antik und eine dreikolonnenige Savalle-Brennblase, während die Fässer für die Reifung ehemalige Bourbon-, Cognac-, Sauternes- und Bordeauxfässer sind. Eine Besonderheit von Bielle ist die Tradition, die Felder nach der Zuckerrohrernte nicht abzubrennen: Durch den Verzicht auf diese weit verbreitete Praxis, die eigentlich der Abwehr von Schlangen und Unkraut dient, nimmt der Rum keine Brandnoten an. Die Brennerei wird für ihre traditionellen Herstellungsverfahren geschätzt, die sogar einen historischen Alkoholgehalt von 59 % ermöglichen – weit über dem gesetzlich zulässigen Grenzwert von 57 %. Ein weiteres wichtiges Zeichen für die hohe Wertschätzung der Arbeit von Bielle kommt aus Italien selbst, vom Brennmeister Capovilla. Für die Herstellung seines berühmten Rums pflegt Capovilla eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die von der Rohstoffernte bis zur Abfüllung reicht. Das kleine Unternehmen Bielle hat weltweit und über die Jahrhunderte hinweg eine große Bedeutung und ist ein wahrer, seltener Schatz vergangener Zeiten.

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