
Ploussard 'La Chamade' Tony Bornard 2022
Naturwein
Seltene Wein“La Chamade” ist eines der Geschöpfe von Tony Bornard, das so perfekt mit dem Namen identifiziert wird, mit dem es getauft wurde: dieses überwältigende Gefühl eines hämmernden Schlags, das Herz in der Kehle für eine starke Emotion zu haben, wie die Begegnung mit diesem Ploussard von extremer Territorialität.
Tony Bornard stellt “La Chamade” her, indem er die emblematische schwarze Traube der Region Jura rein vinifiziert. Die Ploussard-Reben, oder Poulsard, wie man sie auch nennen mag, sind zwischen 45 und 80 Jahren alt und wurden durch Massenvermehrung im lieu-dit Les Chambines gepflanzt. Wir befinden uns im Gebiet des Dorfes Pupillin, wo die Wurzeln der Familie Bornard verankert sind, in Höhenlagen von etwa 400 Metern über dem Meeresspiegel, die nach Westen abfallen, am Hang des Gebirges, das das Saone-Tal von der Schweizer Region der Seen Léman und Neuchâtel trennt. Die Reben werden nach den Protokollen der biologischen Landwirtschaft kultiviert, die seit 2005 zertifiziert ist und 2013 mit Ecocert ergänzt wurde, über alten Böden aus rosa Mergel. Die Ernte wird manuell in mehreren Durchgängen durchgeführt, wobei der Reifeverlauf beachtet wird, in der Regel an einigen aufeinanderfolgenden Tagen, und die Trauben, die in die Kellerei kommen, sind vollständig entrappt. Die spontane Fermentation erfolgt in Fässern von 2.400 Litern: die Masse wird täglich gepresst und umgewälzt über einen Zeitraum von 3 Wochen, während die Mazeration auf den Schalen bis zu 1 Monat dauert. Nach der Entsaftung und Pressung erfolgt die Reifung in denselben Eichenfässern für etwa 9 Monate und die Abfüllung erfolgt ohne Filtration, Klärung, Stabilisierung oder Zugabe von Sulfiten.
“La Chamade” von Tony Bornard zeigt sich dem Auge mit einer besonderen blassen Farbe, in rubinrotem Farbton. Die Nase trifft auf Noten von roten Früchten, wie reifen Kirschen, und kleinen dunklen Beeren, wie Heidelbeeren, die eine sehr ausgeprägte florale Note von stechendem Geranium und warmem Veilchen mitbringen. Die würzigen Empfindungen im Abgang sind tendenziell süß. Der Schluck ist von einer erstaunlichen Unmittelbarkeit, von großer Aromatik und salziger Finesse: mit dunklen erdigen Noten unddann von mineralischem Gestein, dehnt sich in einer harmonischen Persistenz aus.

